Selflove – Selbstliebe – Teil 1

Liebe dich selbst

Wertvolle Selbstliebe

Sich selbst zu lieben, ist ein Thema, welches regelmässig meine Aufmerksamkeit verdient.

Zu wichtig ist es, zu lernen, sich selbst zu respektieren und zu achten, und darüber hinaus sogar zu lieben.

In meiner Praxis begegnen mir immer wieder Menschen, die unter einem mangelndem Selbstbewusstsein leiden, und sich selbst nicht anerkennen können.

Mehr noch, es sind Menschen, die dazu neigen, sich selbst nieder zu machen, klein zu reden, oder nicht gut zu behandeln. Sie neigen dazu, sich mit anderen zu vergleichen, und hierbei natürlich immer den Kürzeren zu ziehen. Ganz einfach, weil sie sich selbst aburteilen.

Die Anderen sind hübscher, eloquenter, haben mehr Ausstrahlung. Sie haben eine bessere Figur, ein angenehmeres Auftreten, sind unterhaltsamer und haben mehr Geschmack. So könnte die Liste unendlich weiter gehen.

Wertest DU dich ab?

Auch die Liste der Herabwürdigungen, der Selbstabwertungen, geht damit einher: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, während meine Kollegin mit jedem Mann drauf los flirtet.“, „Meine Partnerin ist so kreativ, aber ich habe gar keine Ideen.“. So oder so ähnlich klingen viele der Selbstabwertungen.

Das Tückische an Selbstabwertungen ist jedoch, dass viele verdeckt daher kommen. Es gibt die Selbstabwertungen, die man in der frühen Kindheit von seinen Eltern übernommen hat. Ihre Kritik führte u.a. dazu, dass unser Selbstbewusstsein litt, und wir uns auch als Erwachsene noch, selbst abwerten.  

Oft ist man sich dessen nicht bewusst ist, weil diese Abwertungen, das Sich-selbst-niedermachen einem in Fleisch und Blut übergegangen sind. „Ich kann das nicht.“, „Ich strenge mich nicht genügend an.“, und der Klassiker: „Ich bin nicht gut genug.“, und natürlich viele andere.

Diejenigen Selbstabwertungen, die indirekt daher kommen, sind manchmal ebenfalls schwierig zu entdecken. „Die Prüfung habe ich in den Sand gesetzt.“, zum Beispiel, sieht zwar nach einer (Selbst-)Erkenntnis aus, ist aber eigentlich eine Selbstabwertung.

„Ich glaube, er/sie mag mich nicht.“. Dieser Satz wirkt, wie eine Beobachtung, ist in der Regel allerdings eine selbstabwertende Befürchtung.

Viele Selbstzweifel sorgen auch dafür, dass sich ein Mensch oft nichts zutraut und sich infolgedessen selbst abwertet. Das ist traurig, weil er dadurch nicht nur sich selbst schadet, sondern auch Sätze von anderen Menschen  leicht in den falschen Hals bekommt.

Arbeit am Selbstbewusstsein ist eine Grundlage für Selbstliebe

Er versteht dann die Aussagen des Anderen gegen sich und als Kritik an seiner Person, auch dann, wenn er eigentlich gar nicht gemeint ist. Da er in diesem Fall schnell beleidigt reagiert, kommt es gerade in Partnerschaften u.a. deshalb leicht zum Streit.

Einem selbstbewussten Menschen passiert das deutlich weniger, da er nicht die Neigung hat, Sätze von anderen negativ zu verstehen, und als Kritik aufzufassen.

 

Selbstliebe erlernen

Wie kann ich nun aber Selbstliebe lernen? Sich selbst lieben zu lernen, ist in der Persönlichkeitsentwicklung ein zentrales Thema. Dazu gehört das Erlernen von Selbstbewusstsein, dass die Grundlage von Selbstliebe ist.

Der erste Schritt ist das sich Beobachten, das Achtsamwerden mit sich selbst. Nur, wenn ich überhaupt merke, dass ich mich selbst abkanzele, kann ich lernen, dies zukünftig zu unterlassen. Das klingt allerdings leichter, als es ist.

Selflove basiert auf einem guten Selbstbewusstsein

Ein sich klein machen, hat schließlich etwas mit der eigenen Psyche und früheren Erfahrungen zu tun. Es ist nicht nur eine schlechte Angewohnheit, die ich mir abgewöhnen muss. Ich muss mir den Zugang zu meiner Psyche selbst erschließen.

Es ist tatsächlich ein Stück harte Arbeit an sich selbst, das eigene Selbstbewusstsein aufzubauen. Das ist ein langer Prozess und vielen Stolpersteinen.

In einem zweiten Schritt kann ich versuchen, besser mit mir selbst umzugehen. Mir das antrainierte Selbstabwerten abzugewöhnen. Schließlich kann Selbstbewusstsein nicht dort entstehen, wo ich mich mit unpassender Selbstkritik fertig mache.

Nur zum Verständnis: Eine selbstkritische Distanz zu mir selbst, ist durchaus sinnvoll und wichtig. Ich benötige sie, um mich selbst zu reflektieren und richtig einzuschätzen. Als Mittel der Abwertung ist sie jedoch völlig unangebracht.

Ich kann also gleichzeitig an meinem Selbstbewusstsein arbeiten, und parallel dazu meine Selbstzweifel, mein selbstabwertendes Verhalten bearbeiten. So komme ich der Selbstliebe allmählich ein gutes Stück näher.

Selbstliebe lohnt sich

Um den heutigen Beitrag nicht zu lang werden zu lassen, befasse ich mich in der nächsten Woche weiterhin mit diesem Thema. 

 

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Psychologische Beraterin & Paarberaterin in eigener Praxis seit 2001. In Hamburg lebend und praktizierend. Bietet seit 2010 auch mobile Beratung im Hamburger Umkreis an. Für alle, die nicht aus Ihrem Einzugsgebiet kommen, bietet sie ebenfalls Telefoncoaching an. Ihre Arbeitsweise ist kreativ und intuitiv, Klientenbezogen. Bekannt unter dem Begriff: "Individuelle Wegbegleitung". Sie schreibt Bücher und betätigt sich künstlerisch.

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