Nagt der Herbst auch an deiner Seele?
Wie man Herbst- und Winterdepressionen vorbeugen kann.
Der Herbst bietet nicht nur die vielen bunten Farben der sich auf den Winter vorbereitenden Pflanzen, sondern ist auch eine zunehmend graue Jahreszeit.
Regen, grauer Himmel, kältere Temperaturen und Herbststürme, sowie lange, dunkle Abende wirken sich auf die Psyche sensibler Menschen unter Umständen negativ aus.
Diese sehnen sich nach Sonne, Wärme und langen, hellen Tagen, die den längeren Aufenthalt im Freien ermöglichen.
Die lange graue Zeit zerrt an ihren Nerven und nagt an ihrer Seele. Depressive Verstimmungen schleichen sich ein, und wachsen sich ein ums andere Mal zu leichten Depressionen aus.
Negative Gedanken verstärken unter Umständen Depressionen
Oft liefern unsere eigenen Gedanken negativen Gefühlen Vorschub, aus denen depressive Verstimmungen erwachsen.
Angefangen bei: „Wenn es nicht so kalt & nass wäre, könnten wir jetzt einen schönen Spaziergang machen.“, über: “Es ist noch dunkel, wenn ich zur Arbeit fahre und schon wieder dunkel, wenn ich heimkehre.“, bis zu: „Bald ist wieder Weihnachten und Silvester und ich bin allein.“, gibt es unendlich viele negative Gedanken, die den Herbst begleiten.
Wer noch nie einen ausführlichen Spaziergang bei Regen & Sturm gemacht hat, hat noch nicht erlebt, wie beglückend das Gefühl sein kann, dem Wetter zu trotzen.
Das wärmende Getränk im Anschluss ist ein MUSS‘ des Genusses, und ein schönes Ritual, welches neben dem Körper auch die Seele wärmt.
Dem Herbst verstärkt seine schönen Zeiten abgewinnen
Es kann bereichernd sein, bei Regen am Fenster zu sitzen und der Schönheit kullernder Regentropfen zu zu schauen statt sich darüber zu ärgern.
Kinder stört der Regen in der Regel nicht, denn kaum etwas macht so viel Spass, wie mit Schmackes in eine Pfütze zu springen.
Etwas Trockenes anziehen, kann man später. Im Augenblick zählt nur die kindliche Freude.
Von den Kindern können wir lernen. Sie nehmen den Herbst wie er ist Unverfälscht. Ohne (Vor-)Urteile. Sie begleiten diese Jahreszeit keineswegs mit negativen Gedanken.
Im Gegenteil: Sie freuen sich. Kastanien und Eicheln werden zum Basteln gesammelt, Blätter daheim gepresst und zu Bildern verarbeitet . Es ist die Zeit des Drachensteigen lassens, und des Laterne laufens Sowohl Drachen, als auch Laternen können selbst gebastelt werden, und damit die Freude erhöhen.
Der Herbst ist die Zeit des Übergangs vom sommerlichen viel draussen sein, zum winterlichen in der Bude hocken.
Wir können diese kindliche Untriebigkeit übernehmen. Feste Herbstrituale in unser Leben einbauen. Spazierengehen, dem Wetter trotzen und Naturmaterialien sammeln.
Daheim können wir uns selbst mit einer heissen Schokolade, oder einem leckeren Tee belohnen.
Wir können Herbstdeko aus Naturmaterialien herstellen, oder das eine oder andere lang gehegte Projekt anpacken.
Mit Kerzen und kleinen Leuchtobjekten können wir uns eine zauberhafte Herbstatmosphäre schaffen Belohnen wir uns doch mit einer Kuschelstunde auf dem Sofa: Nur mein Buch und ich, oder mit einem schönen Kinoabend.
Hauptsache, wir lassen es uns gut gehen, und verschönern den Herbst mit Dingen, die uns Freude bringen.
Wem das nicht reicht, der kann zusätzlich auf Tageslichtlampen zurück greifen, wobei Spaziergänge sicherlich den größeren Nutzen haben.
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