Was treibt uns an? – Ein paar Gedanken

Immer weiter, höher, besser

Mensch mit antreibenden Zahnrädern in Hals und Schulterbereich

Was treibt dich an?

Es ist, wie bei so vielen Fragen, die man eigentlich nicht wirklich beantworten kann, weil es so viele unterschiedliche Antworten geben könnte. Abhängig von dem Menschen, der sich angetrieben fühlt, von seinem Charakter, seiner Erfahrung und Erziehung wird dieser einen anderen Antrieb mit in sein Leben bringen, als seine Mitmenschen.

Wir Menschen sind höchst individuell, und deswegen unterschiedlich. Kann es also die eine passende Antwort auf die obige Frage überhaupt geben?

Unser Antrieb hängt des weiteren auch mit dem kulturellen und sozialem Umfeld zusammen, indem wir aufgewachsen sind, und mit vielen weiteren Einflüssen auf unser SEIN. Macht es allein dieser Fakt nicht unmöglich, eine zufriedenstellende Antwort zu finden?

Kurzum, der Antrieb ist und bleibt höchst individuell. Bleibt dennoch die Frage, ob es eine gemeinsame Basis zur Beantwortung der Frage: „Was treibt uns an?“, gibt. Eine grundlegende Antwort, die unabhängig vom Individuum und seines gesellschaftlichen Backgrounds gibt?

Gibt es tief in uns drin etwas, dass gleichermaßen auf uns alle wirkt? Vielleicht etwas ganz altes, wie der schon seit Jahrtausend bestehende Wunsch, sich weiter zu entwickeln? Oder ist die Ursache unseres Antriebs ein innerer Zwang, wie: „Ich muss besser sein, als andere.“

Zahnräder, die in einander greifen, Uhrwerk

Ein Rädchen bewegt das Nächste

Wann spürst du besonderen Antrieb?

Fühle in dich! Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du einen dir ganz eigenen Antrieb spürst? Vielleicht fällt dir nicht umgehend etwas ein, und du musst dich selbst erst eine zeitlang beobachten, um dir bewusst zu machen, wann dein innerer Antrieb am größten ist.

Ich kann dir jetzt schon sagen, dass es vermutlich nicht dort sein wird, wo du Pflichten zu erledigen hast, es sei denn, diese sind selbst gewählt. Die Steuererklärung wirst du kaum mit einem großen Antrieb erledigen, weil du dazu keine Lust hast.

Und wie immer, bei meinen Beiträgen gilt: Ich verallgemeinere gern, und beschreibe Prinzipien. Im konkreten Fall heißt das, dass es sicherlich auch Menschen gibt, die ihre Steuererklärung gern machen, oder Menschen gibt, die kaum einen inneren Antrieb spüren, weil sie z.B. depressiv sind. Ich schreibe also von der breiten Masse, da ich die Ausnahmen der Regel im Moment nicht behandeln kann.

Im Übrigen gibt es Menschen, die immer mehr Antrieb zu haben scheinen, als andere oder man selbst. Das sind Menschen, die besonders viel Energie in ihre Ziele stecken können, ohne dabei sonderlich erschöpft zu wirken. Woher kommt das? Was machen diese Menschen so anders? Woher kommt deren große Energie?

Lust am Gewinnen und rechnen an der Tafel

Wer Lust hat Ziele zu erreichen, hat inneren Antrieb

Bei diesen Personen stimmen die eigenen inneren Motivationen mit den sich gesetzten Zielen weitestgehend überein, was ihnen eine schier ungeheuerliche Kraft verleiht. Sie haben das Glück, oder auch das Geschick, erkannt zu haben, was ihnen wichtig ist, und verfolgen ihre Ziele mit Akribie. Gerade, weil sie spürten, dass auch ihr innerer Antrieb sie zur Höchstform treibt.

Wenn du es also schaffst, dir über deine eigenen inneren Motive klar zu werden, und diese auch im Außen als Ziel verfolgst, wirst du vermutlich einen ähnlichen Antrieb spüren. Es ist die Lust, etwas zu tun und umzusetzen, was dem eigenen Charakter entspricht.

Also, wenn du z.B. eine kreative Ader hast, und das innerliche Bedürfnis, diese zu leben, dann wird dir eine Umsetzung von Zielen, die mit einer entsprechenden Kreativität verbunden sind, leicht fallen.

Beine laufen über die Ziellinie

Etwas zu leisten tut gut

Der Grundantrieb fordert dich

Wenn dem aber nicht so ist, dann sorge dich nicht, denn auch, wenn du keinen überhöhten Antrieb spürst, auch du besitzt einen inneren Antrieb. Wir alle haben einen ganz natürlichen Antrieb, den ich hier Grundantrieb nennen will.

Es ist der normale Antrieb, morgens aus dem Bett zu steigen, und sein Leben wieder jeden Morgen auf’s Neue zu beginnen. Du wirst dich fertig machen, und deinen alltäglichen Pflichten nachkommen.

Deinem Beruf nachgehen, oder dich daheim um Familie und Haushalt kümmern. In der Regel, spürst du diesen Antrieb im Kleinen, in all den Dingen, die du benötigst, um dein Leben zu fristen.

Wir Menschen sind einsichtig. Genau aus diesem Grunde machen wir all die Dinge, die uns ein normales Leben ermöglichen. Während wir früher jagen oder Beeren sammeln gingen, um unseren Hunger zu stillen, gehen wir heute Geld verdienen, um mit diesem Erwerb Nahrungsmittel kaufen zu können. Natürlich wollen wir auch das Dach über unserem Kopf bezahlen, Strom, Gas und Wasser, und uns kleiden.

Antrieb mit Zahnrädern, bunt

Antrieb ist der Beginn von Energie

Darüber hinaus leisten wir uns Luxus, wie ins Theater zu gehen, oder ins Fitnessstudio. Wir kaufen uns schöne Dinge, und um uns diese leisten zu können, haben wir den Antrieb, das nötige Kleingeld dafür zu verdienen.

Antrieb ist der Anfang

Antrieb ist also immer etwas, dass im Zusammenhang mit einem Lohn steht. Das kann ein Gehalt sein, Anerkennung und Lob, eine Medaille. Es kann Erfolg sein, oder auch einfach Freude über ein erreichtes Ziel.

Wir alle haben also tatsächlich so etwas, wie einen Grundantrieb. Dieser lässt uns leben. Es ist ein wenig, wie bei der Henne und dem Ei. Was war zuerst da? Der Antrieb, oder die Notwendigkeit, etwas zu tun? Es ist ein Kreislauf des Lebens, dem wir uns unterwerfen. Eine Wechselwirkung zwischen Anerkennung, in welcher Form auch immer und Antrieb.

Die eigene Motivation spielt dabei eine große Rolle. Denn wenn du motiviert bist, geht der Antrieb ganz von allein. Willst du also etwas Besonderes erreichen ist es von Vorteil, dieses in einem Bereich zu tun, der dir liegt, und zu dem du wirklich Lust hast.

Ach, das wusstest du schon? Gut zu wissen.

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Hier bloggt für euch Almut Bacmeister-Boukherbata, Psychologische Beraterin & Paarberaterin in eigener Praxis seit 2001. In Hamburg lebend und praktizierend. Bietet seit 2010 auch mobile Beratung im Hamburger Umkreis an. Für alle, die nicht aus Ihrem Einzugsgebiet kommen, bietet sie ebenfalls Telefoncoaching an. Ihre Arbeitsweise ist kreativ und intuitiv, Klientenbezogen. Bekannt unter dem Begriff: "Individuelle Wegbegleitung". Sie schreibt Bücher und betätigt sich künstlerisch.

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