Selbstmotivation lernen

Selbstmotivation lernen

Tue etwas für dich selbst

Lust ist Motivation pur

Immer noch fällt es vielen Menschen schwer, sich selbst zu motivieren. Sie quälen sich durch ihren Alltag, und ihnen fehlt es an der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. 

Klar, wenn sie zu etwas Lust haben, dann klappt es auch mit der Eigenmotivation. Leider haben wir im Leben aber auch viele Dinge zu tun, zu denen wir uns motivieren müssen, obwohl wir keine große Lust dazu haben.

Denke nur daran, dass für die meisten Menschen an jeden Montag Morgen der Arbeitsalltag beginnt. Ohne Selbstmotivation ist das ein Angang.

Gehörst du zu den Menschen, die sich selbst nur sehr schwer motivieren können?  Dann bist du hier genau richtig, denn du willst augenscheinlich lernen, dich selbst zu motivieren. Wunderbar! Den ersten Schritt hast du damit bereits erfolgreich absolviert.

Wie bei vielen anderen Themen auch, ist beim Thema Selbstmotivation der erste Schritt fast der Wichtigste. Du hast nämlich gemerkt, dass dir Dinge so keinen Spaß bringen, und du etwas ändern musst. Also auf, zur Selbstmotivation. 

Selbstbeeinflussung ist ein weiterer Schritt zur Selbstmotivation

1. Angenommen, du hast eine Tätigkeit, zu der du dich jeden Morgen zwingen musst. Allein schon dieser Umstand sorgt dafür, dass du lustlos zur Arbeit gehst. Zwang und Selbstmotivation schließen einander nämlich aus.

Da du ja vermutlich nicht mal eben und sofort den Job wechseln kannst, überlege dir, was du brauchst, um dennoch Lust zum Aufstehen zu haben.

Vielleicht kannst du dir ein schönes Morgenritual einfallen lassen, dass dir Lust macht, deinen Tag zu beginnen. Oder du nimmst dir etwas besonders Schönes nach der Arbeit vor, so dass du dich morgens schon auf dein Arbeitsende freust. So könntest du deine Tätigkeit so „schmücken“, dass sie dir mehr Freude macht.

Auch der Gedanke, dass du dir mit deiner Arbeit deinen Lebensunterhalt verdienst, und dir so bestimmte Dinge leisten kannst, könnten positive Gedanken sein, die dich dabei unterstützen, deine Widerstände aufzugeben. Denn genau das ist das kurzfristige Ziel: Deine Widerstände aufgeben. Schaue zu den Dingen, die dir angenehm sind: „Ich kann wieder mit Gabi Mittagessen gehen, sie ist so unterhaltsam.“, „Wie schön, dass mein Chef meine Arbeit lobt.“, usw.

Denke darüber hinaus nach, was dir Lust auf die Arbeit machen könnte, und gehe dann an die Umsetzung.

2. Sollte dein Beruf dir dennoch keinerlei Antrieb geben, dann kann es tatsächlich sein, dass deine Berufswahl unglücklich war. In diesem Fall könntest du darüber nachdenken, welche Arbeit stattdessen besser zu dir passen würde. Welche Arbeit würde dir Spaß machen, und wie ist der Weg dorthin? Müsstest du eine weitere Ausbildung anhängen? Kannst du diese Tätigkeit durch einen Quereinstieg erreichen? Reicht vielleicht der Wechsel des Arbeitgebers, der Abteilung?

Frage dich also, was genau notwendig ist, um deine ungeliebte Tätigkeit gegen eine freudvollere Arbeit zu ersetzen? Setze dir langfristigere Ziele, und schreibe die einzelnen notwendigen Schritte dazu auf. 

Lässt sich dieses Ziel umsetzen? Wenn ja, könnte dich das motivieren, deine jetzige Arbeit vorüber gehend mit Freude zu erledigen, da du ja weißt, dass dein Lebensplan in Zukunft ein neues Ziel verfolgt.

Ziele setzen hilft

3. „Lust und Liebe zum Ding macht alle Arbeit gering.“ An diesem alten Sprichwort, welches in früheren Zeiten die Poesiealben füllte, ist eine ganze Menge dran. Das mache dir bewusst.

Solltest du nämlich keine Möglichkeit haben, deine Beruf zu wechseln, zum Beispiel, weil du Familie hast, und dir keine weitere Ausbildung leisten kannst, dann kann dir folgendes sehr gut helfen:

Du änderst deine Gedanken. Bisher hast du deine Arbeit wahrscheinlich mit negativen Worten bedacht. Langweilig, zu stressig, macht keinen Spaß, oder ähnliches. Ab sofort überlegst du dir am besten, welche positiven Seiten du deiner Arbeit abgewinnen kannst.

So kannst du statt: „Die Arbeit ist langweilig.“, lieber denken: „Ich bewältige die Aufgaben mit Leichtigkeit.“ Statt deine Arbeit als zu stressig zu empfinden, könntest du dir klar machen, dass die Zeit wunderbar schnell herum geht. Du denkst, die Arbeit macht dir keinen Spaß? Warum denkst du zukünftig nicht daran, was dir alles in deinem Leben Spaß bringt?

4. Nimm‘ deinen inneren Schweinehund in dein Boot, und rudert gemeinsam ein Stück des Weges. Lass‘ ihn nicht über dich herrschen, sondern zeige du ihm, wer das Sagen hat. Das gibt dir Kraft und Energie. Gerade auch dann, wenn es dir gelingt, deine Widerstände gegen das aufzugeben, was dir halt keinen Spaß macht. Selbst wenn es nur die Spülmaschine ausräumen ist. 

Eine Spülmaschine, die sofort ausgeräumt wird, schafft Platz im Gehirn, und setzt Energien frei, die du sonst hättest dafür aufwenden müssen, die Tätigkeit immer wieder vor dir herzuschieben, Ausreden zu erfinden, und dich darüber zu ärgern, dass du diese Aufgabe immer noch erledigen musst. Das ist viel anstrengender, als mit Selbstmotivation an die Arbeit heran zu gehen, und sie hinter sich zu bringen.

Wir alle müssen auch Pflichten nachkommen, sind aber in einem Punkt alleiniger Herr und Entscheider: Unsere Gedanken sind frei. Und wenn wir es schaffen uns durch sie positiv zu motivieren, dann fällt uns vieles im Leben leichter.



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Almut Bacmeister-Boukherbata
Psychologische Beraterin & Paarberaterin in eigener Praxis seit 2001. In Hamburg lebend und praktizierend. Bietet seit 2010 auch mobile Beratung im Hamburger Umkreis an. Für alle, die nicht aus Ihrem Einzugsgebiet kommen, bietet sie Telefonberatung an. Ihre Arbeitsweise ist kreativ und intuitiv, Klientenbezogen. Bekannt unter dem Begriff: "Individuelle Wegbegleitung". Sie schreibt Bücher und betätigt sich künstlerisch.
Almut Bacmeister-Boukherbata

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