Quälende Gedanken loslassen

  • Was dich dabei unterstützt

Wenn du nicht loslassen kannst …

Quälende Gedanken kennen wir vermutlich alle. Sie gehören auf die eine oder andere Art zu unserem Leben.  

Ganz harmlos, wenn wir überlegen, welches Outfit wir zu unserem ersten Rendezvous tragen sollen, oder ob diese oder jene Entscheidung besser für uns ist. 

Quälender werden solche Gedanken, wenn sie sich mit unserem SEIN bzw. unserer Persönlichkeit beschäftigen. Zum Beispiel, wenn wir die Warum-Frage stellen: „Warum erkranke gerade ich?“, „Warum hat er mich verlassen, was habe ich nur falsch gemacht?“, Warum finde ich keinen Partner?“, usw.

Es sind die Fragen, die uns zum Grübeln verleiten, die uns besonders quälen. Wir überlegen hin und her, kreuz und quer, und wieder zurück, bevor der Reigen von vorn beginnt.  

Aber die quälenden Gedanken haben oft eins gemeinsam: Fragen lassen sich nicht wirklich beantworten und die Gedanken führen zu nichts  Es gibt einfach keine Lösung.

Grübeleien, die lähmen …

Genau deshalb bewegen wir die Gedanken häufig im Kreis. Wir können einfach nicht loslassen. Statt zu einer Lösung zu kommen, die eine Handlung nach sich zieht, verlieren wir unsere Energie dort, wo Handlung unmöglich scheint  

Konkrete Schritte

  1. Mache dir bewusst, dass deine Energie an der falschen Stelle gebunden ist  
  2. Versuche, dir einen Weg zu erarbeiten, der dein aktives Handeln erfordert.
  3. Komm‘ aus der Opferrolle, und tue das, was dir jetzt gut tut. 
  4. Unternimm‘ nun die Schritte, die dich Stück für Stück weiter führen. 
  5. Weigere dich, das Opfer deiner eigenen Gedanken zu werden. 
  6. Hole dir Unterstützung beim Loslassen (Siehe auch meine weiteren Beiträge zum Thema „LOSLASSEN“)
  7. Ersetze Zwangsgedanken durch positive, proaktive Gedanken.
  8. Arbeite deine Sorgen auf, und schütze dich vor der Lähmung, die durch vermeintliches NICHTS-TUN-KÖNNEN entsteht.
  9. Mache dir bewusst, dass dich im Augenblick jede Passivität lähmt. Auch ein Verdrängen der sich kreisenden Gedanken ist besser, als ein dauerhaftes Innehalten.
  10. Nutze deine Energie für deine kommenden Schritte. 

Gedanken, die dich nicht weiterführen, lähmen dich

Sei dir selbst so wichtig, dass du deine Energie sinnvoll einsetzt, statt sie, in dich selbst quälenden Gedanken, zu verlieren. 

Loslassen funktioniert mit der richtigen Mischung an Aufarbeitung, Trauerzeit (Zeit, zum Wunden lecken), Verdrängung und in die Handlung kommen.

Was nicht funktioniert, sind kluge Sprüche von noch klügeren Mitmenschen. 😅 „Das Leben geht weiter.“, „Du musst nach vorn schauen, Kopf hoch.“,  „Die Welt hört nicht auf, sich zu drehen.“

Die im Prinzip durchaus weisen Sprüche wirken im Moment des größten Kummers lediglich wie ein Schlag ins Gesicht.

Wenn du jedoch selbst merkst, dass sich deine Gedanken immer wieder in den gleichen Kreisen bewegen, wird dir selbst schnell klar: „Ich bin gelähmt, und muss meine Energie in Handlung umleiten.“, 

Energie umleiten

Versuche es gleich.

 

 

 

 

 

 

 

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Almut Bacmeister-Boukherbata
Psychologische Beraterin & Paarberaterin in eigener Praxis seit 2001. In Hamburg lebend und praktizierend. Bietet seit 2010 auch mobile Beratung im Hamburger Umkreis an. Für alle, die nicht aus Ihrem Einzugsgebiet kommen, bietet sie ebenfalls Telefoncoaching an. Ihre Arbeitsweise ist kreativ und intuitiv, Klientenbezogen. Bekannt unter dem Begriff: "Individuelle Wegbegleitung". Sie schreibt Bücher und betätigt sich künstlerisch.
Almut Bacmeister-Boukherbata

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