Die Kraft der Entscheidung

Entscheidungen zu treffen hilft

Sich zu entscheiden, fällt manchmal schwer

Kennst du das auch? Du musst dich für oder gegen etwas entscheiden. Die Wahl fällt dir jedoch immens schwer, einfach, weil du dich nicht entscheiden kannst. Das liegt zum Einen daran, dass du evtl. die Konsequenzen deiner Entscheidung nicht einschätzen kannst, oder vielleicht dein Bauch und dein Kopf in diesem Moment keine Einheit bilden.

Du überlegst hin und her, und kommst einfach nicht zu einem Resultat. Das Foto symbolisiert wunderbar die Möglichkeit, sich nicht entscheiden zu können. 2 scheinbare gleiche Türen, und du weißt nicht, welche von beiden du öffnen sollst, da du nicht wissen kannst, was passiert, wenn du dich für die eine oder andere Tür entscheidest.

Du kennst die Konsequenzen deines Handels nicht, und diese Tatsache erschwert die Entscheidung. Einfach, weil du Angst hast, eine falsche Entscheidung zu treffen.

Sich wie in diesem Fall nicht entscheiden zu können, kann bitter und quälend sein. Gerade dieses HIN und HER im Kopf ist belastend, und führt über kurz oder lang zu einer inneren Lähmung. Schließlich ist es völlig unbefriedigend, wenn du nicht weiter weißt, und die Argumente, das Für und Wider scheinbar gleich verteilt sind. Dir fehlen wichtige Entscheidungskriterien, an denen du dich orientieren kannst. Also schwimmst du im Leeren.

Wenn Herz und Kopf nicht übereinstimmen

Fast noch schlimmer ist es, wenn du weißt, dass du eine Entscheidung treffen musst, dich allerdings nicht entscheiden kannst, weil dein Herz etwas anderes will, als dein Kopf dir eingibt.

Wenn du z.B. weißt, dass es besser für dich wäre, eine Beziehung aufzugeben, die dir nicht gut tut, dein Herz aber noch extrem an deinem Beziehungspartner hängt, dann kommt es zu einer seelischen Pattsituation. Du weißt einfach nicht, was du tun sollst, und behinderst dich selbst. Dein Gehirn springt hin und her, und glaubt, mal sei diese, mal jene Entscheidung besser. Es versucht, alle Argumente gegen einander abzuwägen, und kommt trotz allem zu keinem Schluss.

Wer nicht handeln kann, fühlt sich gelähmt

Für welchen Weg entscheidest du dich?

Hast du einmal eine derartige Zwickmühle erlebt, dann weißt du auch, wie quälend es sein kann, sich nicht zu entscheiden. Denn dieser Zustand kann andauern, und dir auch die Energie für andere Bereiche rauben.

Nun könnte man meinen, irgendeine Entscheidung ist besser, als keine Entscheidung. Für das Beispiel mit den beiden Türen mag das zutreffen.

Da man die Folgen des Öffnen der einen Tür, ODER der anderen Tür ja tatsächlich nicht kennt, ist es letztendlich egal, welche Entscheidung man trifft. Es ist immer die Richtige, oder die Falsche, je nach dem, aus welchem Blickwinkel man darauf schaut. Das ist zwar sehr pragmatisch gedacht, aber hilfreich.

Wirklich wichtig ist nur, dass man zur eigenen Entscheidung steht, und die Konsequenzen trägt. Wichtig ist in diesem Falle tatsächlich nur DAS wir uns entscheiden.

Wie viel schwieriger ist es da, die Entscheidung zu treffen, bei der Herz und Kopf unterschiedliche Dinge wollen? Du wirst an einem Tag sagen: „Ich gehe, DAS lasse ich mir nicht mehr gefallen“, und am nächsten Tag: „Ich kann ihn oder sie nicht verlassen, er/sie braucht mich, und ich hänge doch an ihm/ihr.“

Ein derartiges Hin und Her kann sich über viele Monate hinziehen, und dein Leben extrem lähmen. Schließlich bist du tatsächlich im Moment der Nichtentscheidung handlungsunfähig. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen:

Sich entscheiden setzt Kraft frei

Entscheiden setzt eine große Kraft frei

Sich zu entscheiden setzt nämlich Kraft frei, die sonst an dieser Stelle gebunden bliebe. Diese Kraft kannst du nutzen, um andere Dinge zu erledigen, die dir wichtig sind, und davon gibt es sicherlich jede Menge.

Der Umstand, dass du dich entschieden hast, bringt Erleichterung mit sich. Es fühlt sich an, als wäre ein Knoten geplatzt, der dich frei macht. All die Schwere der Gelähmtheit fällt nun von dir ab.

Auch im Falle einer Beziehung ist es letztendlich egal, WIE du dich entscheidest. Mache dir nur klar, dass eine gefällte Entscheidung besser ist, als eine ausstehende. Hörst du auf deinen Kopf, und trennst dich, dann wirst du viel Energie benötigen, dein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Da kommt dir die freigesetzte Kraft durch Entscheidung doch gerade recht.

Entscheidest du dich für die Beziehung, und entwickelst ein klares JA dazu, dann kannst du die daraus erwachsende Kraft in eure Beziehung investieren. Ändere das, was du ändern kannst.

Nein zur Lähmung

Letztendlich ist es also egal, wie du dich entscheidest, denn kein Mensch kann wirklich voraus sehen, welche Folgen seine Entscheidung hat. Also kannst du dich ungehemmt entscheiden, solange du mit den Konsequenzen zu leben bereit bist.

Schlimmer, als eine vermeintlich falsche Entscheidung ist in der Tat nur die Nichtentscheidung, da diese wie oben erwähnt, zur Lähmung führt. Wir kommen also deutlich weiter, wenn wir ein deutliches NEIN zur Lähmung haben, und eine Entscheidung selbst auf die Gefahr hin treffen, dass wir sie evtl. hinterher bereuen.

Vergessen wir nicht, dass die Entscheidung Kraft frei setzt, die uns in Folge umgehend zur Verfügung steht. Entscheide dich, denn DAS wirst du vermutlich nicht bereuen.

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Almut Bacmeister-Boukherbata
Psychologische Beraterin & Paarberaterin in eigener Praxis seit 2001. In Hamburg lebend und praktizierend. Bietet seit 2010 auch mobile Beratung im Hamburger Umkreis an. Für alle, die nicht aus Ihrem Einzugsgebiet kommen, bietet sie ebenfalls Telefoncoaching an. Ihre Arbeitsweise ist kreativ und intuitiv, Klientenbezogen. Bekannt unter dem Begriff: "Individuelle Wegbegleitung". Sie schreibt Bücher und betätigt sich künstlerisch.
Almut Bacmeister-Boukherbata

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